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Aufgewachsen bin ich quasi, und das ist schon etwas länger her, auf einem Holzspäne Haufen unseres Sägewerks. Mein Vater und seine Brüder, und all die anderen die noch nicht das Land verlassen hatten und nach Amerika ausgewandert waren, arbeiteten tapfer weiter in ihrem Sägewerk.
Abtrünnige wurden verachtet und öffentlich denunziert.
Diese Männer standen zusammen, wie die Deutsche Eiche im Wald!
Unaufhaltsam und Jahr für Jahr trieben sich diese riesigen stampfenden Sägeblätter durch den Stamm. Die Späne flogen und die Luft war erfüllt vom Geruch des frisch gesägten Brettes.
Mich interessierte damals eigentlich nur der Geruch, des geschnittenen Holzes und ich lernte schnell mit geschlossenen Augen zu "erriechen" um welchen Baum es sich gerade beim Zerschneiden des Stammes handelte.
Meiner Begeisterung für Holzbretter wurde jedoch abrupt ein Ende gesetzt als ich menschliche Körperteile durch die Lüfte fliegen sah.
Punkt.
Es waren zwar nicht meine eigenen, aber dieses Ereignis reichte mir.
Ein Brett mit Saiten musste her um das Erlebte zu verarbeiten.
Beim Spielen ertappte ich mich immer öfter dabei, wie ich Gedankenversunken an diesem gut lackierten Stück - Brett herum roch, um herauszufinden welche Holzart sich dahinter verbarg.
Aber es gab nichts zu "erriechen", es war irgendwie tot.
Zu dieser Zeit entwickelt sich bei mir die Klopf - Methode.
Ich versuchte über das Klopfen herzubekommen um welches Holz es sich unter der Lackschicht handeln könnte.
Jedoch musste ich schnell erkennen, dass ich dabei nicht sehr erfolgreich war.
Ich fand aber etwas anderes heraus.
Ich stellte fest, dass in einem Stück Holz viele verschiedene Töne vorhanden sind, mal mehr, mal weniger und das es wichtig ist, wo sich diese Töne auf dem Holzbrett

befinden, damit man durch das Gitarrenspiel dem Holz - Brett Leben einhauchen kann.
Klopfend durchforstete ich in jungen Jahren so manches Gitarrengeschäft, "erklopfte" so manches Instrument.
Ganz nach dem Motto: "Klopf und es wird erklingen" oder auch nicht.
Ich konnte jetzt, ohne darauf zu spielen, erkennen: hier stimmt die Holz Substanz, die besagte Chemie, hier lebt das Brett oder eben auch nicht.
Ein wenig überrascht hat mich die Tatsache, als ich feststellen musste, dass auch teure Bretter manchmal einfach nur tot waren.
Ich habe viele Sachen abgeklopft und diese Methode über viele Jahre verfeinert und möchte mich an dieser Stelle auch bei den vielen Gitarristen bedanken, die mich auf die Klopf - Probe gestellt haben und natürlich auch weiter stellen werden und es mir so ermöglicht haben und ermöglichen meine Methode zu vervollkommenen.